{"id":757,"date":"2022-03-03T12:49:02","date_gmt":"2022-03-03T12:49:02","guid":{"rendered":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?page_id=757"},"modified":"2022-03-04T09:59:54","modified_gmt":"2022-03-04T09:59:54","slug":"alexander-calder","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?page_id=757","title":{"rendered":"Alexander Calder"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Generation Grewenig<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Auch ein zweiter bedeutender Bildhauer der Klassischen Moderne, der Amerikaner Alexander Calder (1898-1976), wurde im selben Jahr wie Leo Grewenig geboren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Alexander Calder entstammte einer bedeutenden Bildhauerfamilie aus der N\u00e4he von Philadelphia. Er absolvierte zun\u00e4chst ein Ingenieurstudium und begann seine kreative Arbeit als Autodidakt, bevor er sich durch Zeichenkurse eine gestalterische Grundausbildung erwarb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">1926 zog Calder nach Paris und fand hier rasch Anschluss an die k\u00fcnstlerische Avantgarde. Hier entstanden die ersten bemalten \u201eMobiles\u201c aus gebogenen Dr\u00e4hten und Metallscheiben in einer einfachen abstrakten Formensprache. Durch seine Mobiles erlangte Calder sp\u00e4ter Weltruhm und wurde zum Pionier der kinetischen Plastik. Parallel dazu fertigte er auch statische Objekte aus verschraubten Metallplatten, die sog. \u201eStabiles&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1024px-Chicago_ILL_Alexander_Calder_Flamingo_1974._Acier._4826653538.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-759\" srcset=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1024px-Chicago_ILL_Alexander_Calder_Flamingo_1974._Acier._4826653538.jpg 1024w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1024px-Chicago_ILL_Alexander_Calder_Flamingo_1974._Acier._4826653538-300x200.jpg 300w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/1024px-Chicago_ILL_Alexander_Calder_Flamingo_1974._Acier._4826653538-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Alexander Calder, Flamingo, 1974, Chicago, \u00a9 via Wikimedia Commons, CC by 2.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Mobilit\u00e4t und Ver\u00e4nderlichkeit bilden die wesentlichen \u00e4sthetischen Prinzipien der Calderschen \u201eMobiles\u201c. Die Formen drehen sich im dreidimensionalen Raum und im Umschreiten der kreisenden Formen durch den Betrachter entsteht eine doppelte Bewegung in der Zeit: \u201eAlles flie\u00dft\u201c und nichts ist best\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/640px-Fond.Beyeler_Calder2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-760\" srcset=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/640px-Fond.Beyeler_Calder2.jpg 640w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/640px-Fond.Beyeler_Calder2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Alexander Calder, The Tree, 1966, Fondation Beyeler, Riehen \u00a9 via Wikimedia Commons, CC by-SA 3.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Auch in vielen Arbeiten von Leo Grewenig werden die Prinzipien von Bewegung und Ver\u00e4nderung zu konstituierenden Faktoren bei der Rezeption seiner Bilder. Auch Grewenig versetzt Formen in Bewegung, die zun\u00e4chst der starren zweidimensionalen Bildfl\u00e4che verhaftet bleiben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"934\" src=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/GrewenigTempeluhr1970-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-767\" srcset=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/GrewenigTempeluhr1970-1.jpg 350w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/GrewenigTempeluhr1970-1-112x300.jpg 112w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption>Leo Grewenig, Tempeluhr, 1970 \u00a9 Leo-Grewenig-Archiv Bensheim<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Es ist der Betrachter, der durch einen \u201eSpaziergang mit den Augen\u201c in den Formen und Strukturen der Grewenigschen Bilder die komplexen Bewegungsstr\u00f6me und Rhythmen entdecken und nachvollziehen muss, die ihm der K\u00fcnstler als M\u00f6glichkeit anbietet. Auch dieser Vorgang vollzieht sich in der Zeit, die als Konstante in vielen &nbsp;Grewenigschen Bildern eine wesentliche Rolle spielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Mit der Einbeziehung einer Raum-Zeit-Relation spiegelt sich in den Arbeiten von &nbsp;Alexander Calder und Leo Grewenig eine elementare Erfahrung der Moderne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Die zweite wichtige Parallele zwischen Calder und Grewenig ist die Lust am Experiment. Bis ins hohe Alter experimentieren beide unabl\u00e4ssig und mit gro\u00dfer Entdeckerfreude, wobei Calder vielf\u00e4ltige Materialien erprobt, w\u00e4hrend Grewenig die Grenzen der malerischen Techniken auslotet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Es gibt also etliche Entsprechungen zwischen den beiden gleichaltrigen K\u00fcnstlern. Lediglich in der Komplexit\u00e4t der Formensprache und der Verwendung der Farbe&nbsp; unterscheiden sie sich st\u00e4rker. Calders Formen sind einfach und klar konturiert. Grewenigs Formen und Strukturen sind h\u00e4ufig von einer nahezu un\u00fcberschaubaren Vielfalt. Man kann sich leicht verirren im Labyrinth seiner Gebilde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"511\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/GrewenigSchwingungen1971-511x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-764\" srcset=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/GrewenigSchwingungen1971-511x1024.jpg 511w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/GrewenigSchwingungen1971-150x300.jpg 150w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/GrewenigSchwingungen1971.jpg 692w\" sizes=\"(max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><figcaption>Leo Grewenig, Schwingungen, 1971 \u00a9 Leo-Grewenig-Archiv Bensheim<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">W\u00e4hrend Calder seine Plastiken oft in den Prim\u00e4rfarben Rot, Gelb und Blau bemalt und sie damit bunt und auff\u00e4llig gestaltet, verwendet Grewenig in seinen Bildern eine eher gebrochene und ged\u00e4mpfte Palette. Vielleicht zeigt sich in der unterschiedlichen Verwendung der Farbe auch ein Unterschied in den Pers\u00f6nlichkeiten der beiden K\u00fcnstler. Calder wird als extrovertiert beschrieben, Leo Grewenig erscheint eher still und zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Generation Grewenig Auch ein zweiter bedeutender Bildhauer der Klassischen Moderne, der Amerikaner Alexander Calder (1898-1976), wurde im selben Jahr wie Leo Grewenig geboren. Alexander Calder entstammte einer bedeutenden Bildhauerfamilie aus der N\u00e4he von Philadelphia. Er absolvierte zun\u00e4chst ein Ingenieurstudium und begann seine kreative Arbeit als Autodidakt, bevor er sich durch Zeichenkurse eine gestalterische Grundausbildung erwarb. 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