{"id":1233,"date":"2025-05-19T14:22:08","date_gmt":"2025-05-19T14:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?p=1233"},"modified":"2025-05-20T10:56:49","modified_gmt":"2025-05-20T10:56:49","slug":"exkursion-nach-bad-muenster-am-stein-und-museum-ernst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?p=1233","title":{"rendered":"Exkursion nach Bad M\u00fcnster am Stein und Museum Ernst"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"p-century-gothic\">Bei bestem Exkursionswetter erlebten 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Samstag, 17. Mai, eine \u00e4sthetisch beeindruckende Exkursion, die die Schwerpunkte moderne Architektur und Malerei des 20. Jahrhunderts vereinte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Mit Tadao And\u014d (geb. 1941) und Fumihiko Maki  (1928-2024) pr\u00e4gen zwei japanische Architekten die Museumslandschaft in Deutschland, die jeweils nur wenige Bauten in Europa errichtet haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Zwei Geb\u00e4ude von Tadao And\u014d konnten Exkursionsteilnehmer der KLG in der Vergangenheit bereits kennenlernen &#8211; das Geb\u00e4ude f\u00fcr die Langen-Foundation Hombroich (erbaut 2004) und das Konferenzgeb\u00e4ude auf dem Vitra-Gel\u00e4nde in Weil am Rhein (fertiggestellt 1993). Nun kam mit dem Steinskulpturenmuseum der Fondation Kubach-Wilmsen in Bad M\u00fcnster am Stein (2010) das wohl kleinste Museumsgeb\u00e4ude hinzu, das aber zu den Lieblingsobjekten des Architekten z\u00e4hlt und auch in der j\u00fcngsten Monographie \u00fcber sein Werk prominent vertreten ist, wie bei der F\u00fchrung durch die Tochter und den Schwiegersohn des Steinbildhauerpaares Kubach-Wilmsen zu erfahren war. <\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Die beiden stellten der Gruppe die konsequent minimalistische Architektur vor und f\u00fchrten auch in das Werk der Bildhauer ein, das beide in gemeinsamer Arbeit mit eigenen Werken fortsetzen. Die F\u00fchrung galt auch der aktuellen Sonderausstellung im Museum mit 15 Arbeiten zeitgen\u00f6ssischer Steinbildhauerinnen und -bildhauer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Eine Besonderheit bei diesem kleinen Museumsbau ist die Verwendung des Fachwerks einer alten Scheune, die der Architekt in seine strenge Architektur aus gleichf\u00f6rmigen Sichtbetonplatten integrierte. Dennoch blieben wesentliche Merkmale seiner Werke auch hier erhalten, wie die indirekte Wegf\u00fchrung ins Innere, die \u00d6ffnung weniger gro\u00dfer Fenster und Durchblicke und die bewusste Anbindung an die Umgebung, die f\u00fcr eine meditative Ruhe in seinen Geb\u00e4uden sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Nach dem gemeinsamen Mittagessen fuhr die Gruppe mit dem Bus weiter nach Wiesbaden in das oft liebevoll &#8222;Zuckerw\u00fcrfel&#8220; genannte Museum der Reinhard &amp; Sonja Ernst Stiftung, dessen Fertigstellung, nicht aber Einweihung der Architekt noch kurz vor seinem Tod erleben konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Fumihiko Maki war ein langj\u00e4hriger Freund des Sammlers Reinhard Ernst. Die Geb\u00e4ude des Japaners stehen auf der ganzen Welt, beispielsweise das Four World Trade Center in New York. F\u00fcr die Sammlung mit Schwerpunkten auf der abstrakten europ\u00e4ischen Nachkriegskunst, der abstrakten japanischen Kunst und des amerikanischen Abstrakten Expressionismus schuf Maki ein Geb\u00e4ude mit einer Raumh\u00f6he von bis zu 14 Metern, das den Kunstwerken  viel Luft und Raum l\u00e4sst. Mit Sorgfalt verwendet die Architektur einen speziellen wei\u00dfen Granit aus den USA, der an den Ecken aus dem Vollen gefr\u00e4st ist, um Kantenfugen zu vermeiden. Das Material wird sichtbar vom Au\u00dfenbau in den Innebau hinein gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Bei der aktuellen Sonderausstellung lernten die Teilnehmenden der Exkursion das Werk von Helen Frankenthaler (1928-2011) kennen. Als Pionierin des Abstrakten Expressionismus f\u00fchrte sie neue k\u00fcnstlerische Ans\u00e4tze ein, die von den m\u00e4nnlichen Kollegen aufgegriffen wurden. So sch\u00fcttete sie verd\u00fcnnte Farbe auf ungrundierte, lose Leinwand, die auf dem Boden lag, und entwickelte damit die sogenannte Soak-Stain-Technik. Die Sammlung Ernst umfasst 50 Arbeiten der K\u00fcnstlerin, die die besondere Wertsch\u00e4tzung des Sammlers f\u00fcr Helen Frankenthaler kennzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1271\" srcset=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1300.png 640w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1300-300x169.png 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hier waren Mitglieder des Vorstands gemeinsam kreativ: Klaus Bischoff und die Ehepaare H\u00f6lscher und Schroth machten von der M\u00f6glichleit im Museumsfoyer Gebrauch, digitale Kunstwerke zu erschaffen.<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei bestem Exkursionswetter erlebten 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Samstag, 17. 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