{"id":1303,"date":"2025-12-15T11:51:05","date_gmt":"2025-12-15T11:51:05","guid":{"rendered":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?p=1303"},"modified":"2025-12-15T11:51:32","modified_gmt":"2025-12-15T11:51:32","slug":"hochkaraetige-architektur-und-zwei-bedeutende-kunstsammlungen-in-schweinfurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?p=1303","title":{"rendered":"Hochkar\u00e4tige Architektur und zwei bedeutende Kunstsammlungen in Schweinfurt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"p-century-gothic\">Die diesj\u00e4hrige Herbstexkursion f\u00fchrte 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kulturinitiative Leo Grewenig (KLG) Ende November nach Schweinfurt, wo der Besuch von zwei hochkar\u00e4tigen Bauten und zwei au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kunstsammlungen auf dem Programm stand.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Die erste Station bildete am Vormittag das Museum Georg Sch\u00e4fer, das eine der bedeutendsten Sammlungen der Malerei des 19.Jahrhunderts beherbergt, die von dem Schweinfurter Gro\u00dfindustriellen Georg Sch\u00e4fer ab den 1950er Jahren angelegt wurde. Neben den wichtigsten Str\u00f6mungen der Kunst des 19. Jahrhunderts enth\u00e4lt sie das weltweit gr\u00f6\u00dfte Konvolut an Bildern des Biedermeier-Malers Karl Spitzweg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Schon 1964 hatte der Bauhaus-Architekt Ludwig Mies van der Rohe einen Entwurf f\u00fcr einen Museumsneubau vorgelegt, der aber in Schweinfurt nicht verwirklicht wurde, weil der Stadtrat die Unterhaltskosten f\u00fcr das Museum nicht \u00fcbernehmen wollte. Der Entwurf von Mies van der Rohe sah einen quadratischen Stahl- und Glas-Pavillon vor, welcher kurze Zeit sp\u00e4ter der Konzeption der Neuen Nationalgalerie in Berlin als Vorbild diente.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Erst im Jahr 2000 realisierte der Berliner Architekt Volker Staab den heute bestehenden Museumsbau. Er geh\u00f6rt zu den wichtigsten Ausstellungsbauten der Gegenwart. Im Jahr 2008 wurde er vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main zu den 24 besten Bauwerken Deutschlands gek\u00fcrt und 2011 von der Zeitschrift Merian in die Liste der zweihundert H\u00f6hepunkte deutscher Kulturreisziele aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Volker Staab setzte mit dem Ensemble einen starken st\u00e4dtebaulichen Akzent. Die Treppenhalle, nach dem Vorbild der Alten Pinakothek in M\u00fcnchen gestaltet, schlie\u00dft zwei Loggien am Nord- und S\u00fcdeingang zu einer \u00f6ffentlich begehbaren Achse zusammen und ist Teil einer Platz-, Freitreppen- und Hofabfolge, welche die Altstadt mit der Mainbr\u00fccke verbindet. Dem Architekten ist es hier gelungen, \u201eTradition und Moderne auf das Vortrefflichste zu vereinen\u201c, wie es in der Begr\u00fcndung des Deutschen Architekturmuseums hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">In zwei exzellenten F\u00fchrungen erhielten die Teilnehmer der Fahrt sowohl einen intensiven Einblick in die Architektur des Hauses als auch in die st\u00e4ndige Sammlung. Wegen der hohen Qualit\u00e4t und der F\u00fclle der Kunstwerke konnte die aktuelle Sonderausstellung \u201eMeisterwerke deutscher Zeichenkunst im 19.Jahrhundert\u201c leider nur gestreift werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Nach einem gemeinsamen Mittagessen bildete die Kunsthalle Schweinfurt die zweite Station der Fahrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Entstanden ist die Kunsthalle Schweinfurt im Jahr 2009 durch den Umbau eines ehemaligen Schwimmbads, das der Industrielle Ernst Sachs der Stadt Schweinfurt im Jahr 1927 gestiftet hatte. Der schlichte, im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtete Bau, erinnert an eine Klosteranlage mit Kreuzgang, Kirchenschiff und Refektorium. 1944 wurde das Bad durch Luftangriffe schwer besch\u00e4digt, so dass es zeitweise geschlossen werden musste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Der Umbau vom Bad zur Kunsthalle erfolgte 2006-2007. Heute beherbergt die Kunsthalle eine Dauerpr\u00e4sentation von Werken zur Kunst nach 1945, die in ihrer Qualit\u00e4t und Vielfalt fast einzigartig in Deutschland ist. Wechselausstellungen erg\u00e4nzen die st\u00e4ndige Sammlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Auch in der Kunsthalle Schweinfurt gewannen die Exkursionsteilnehmer in zwei parallelen F\u00fchrungen interessante und vielf\u00e4ltige Einblicke sowohl in die Architektur als auch in die aktuelle Ausstellung der K\u00fcnstler Herbert Zangs (1924-2003) und Hubert Berke (1908-1979), die beide in der informellen Kunst der 50er und 60er Jahre eine wichtige Rolle spielten. Herbert Zangs, der 1978 auf der Documenta 6 vertreten war, gilt mit seinen \u201eVerwei\u00dfungen\u201c von Fundst\u00fccken und Dingen des Alltags als Pionier der Monochromie. Hubert Berke, einer der letzten Sch\u00fcler von Paul Klee an der D\u00fcsseldorfer Kunstakademie, verfeinerte vor allem die Technik der Monotypie und changierte erfinderisch zwischen Abstraktion und Gegenst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Besonders interessant f\u00fcr die Besucher aus Bensheim war der Hinweis einer F\u00fchrerin, dass sich auch ein Bild von Leo Grewenig in der Sammlung der Kunsthalle Schweinfurt befindet, das aber leider nicht ausgestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Obwohl ein Teil der Dauerpr\u00e4sentation wegen eines Ausstellungsumbaus nicht gezeigt werden konnte, waren die Teilnehmer der Exkursion einhellig der Meinung, dass sich die etwas l\u00e4ngere Busfahrt nach Schweinfurt auf jeden Fall gelohnt hat und dass sie bleibende Eindr\u00fccke mit nach Hause genommen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die diesj\u00e4hrige Herbstexkursion f\u00fchrte 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kulturinitiative Leo Grewenig (KLG) Ende November nach Schweinfurt, wo der Besuch von zwei hochkar\u00e4tigen Bauten und zwei au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kunstsammlungen auf dem Programm stand. 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