{"id":185,"date":"2018-10-21T16:00:00","date_gmt":"2018-10-21T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?p=185"},"modified":"2020-04-17T16:13:12","modified_gmt":"2020-04-17T16:13:12","slug":"herbstexkursion-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?p=185","title":{"rendered":"Herbstexkursion 2018"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fahrt nach Frankfurt und zum Glauberg<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Die diesj\u00e4hrige Herbstexkursion war wie immer von Erich Henrich geplant worden. Dieses Mal hatte er thematisch scheinbar so weit auseinanderliegende Ziele ausgew\u00e4hlt wie die Vasarely-Retrospektive im Frankfurter St\u00e4del und das arch\u00e4ologische Museum und Forschungszentrum &#8222;Keltenwelt am Glauberg&#8220; im Wetteraukreis. Victor Vasarely (1906\u20131997), ein Hauptvertreter der Op-Art, war wie Leo Grewenig w\u00e4hrend seiner Ausbildung vom Bauhaus beeinflusst worden \u2013 er hatte am &#8222;ungarischen Bauhaus&#8220; studiert, der Schule f\u00fcr Werbegrafik \u201eM\u00fchely\u201c (Werkstatt) von S\u00e1ndor Bortnyik. Am Keltenmuseum wiederum galt die Aufmerksamkeit der KLG-Gruppe zun\u00e4chst der k\u00fchnen Architektur des Museums, einem mehrfach pr\u00e4mierten kubischen Bauk\u00f6rper mit rechteckigem Grundriss, der mit gro\u00dfen Platten aus rostendem und zugleich \u00e4u\u00dferst robustem Corten-Stahl verkleidet ist und weit in die Landschaft hinein ragt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Bei der in zwei Gruppen organisierten F\u00fchrung durch die Frankfurter Ausstellung begegneten die gut 40 Teilnehmer auch den weithin unbekannten fr\u00fchen Werken des vor allem durch seine in Massenauflagen erschienenen, bewusst f\u00fcr ein breites Publikum konzipierten Arbeiten ber\u00fchmten ungarischen K\u00fcnstlers, der als Werbegrafiker unter anderem die Logos der Automobilmarke Renault und der olympischen Spiele 1972 in M\u00fcnchen entwarf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Aus den Anregungen des Bauhauses zog Vasarely k\u00fcnstlerische Folgerungen, die denen von Leo Grewenig diametral entgegengesetzt scheinen. W\u00e4hrend Grewenigs freies, abstraktes Fabulieren von Ferne manchen Arbeiten Paul Klees \u00e4hneln mag, sind die Arbeiten des stark von seinem Landsmann, dem Bauhausk\u00fcnstler L\u00e1szl\u00f3 Moholy-Nagy, beeinflussten Vasarely einem strengen, von ihm selbst entwickelten Regelwerk verpflichtet: Aus seinem &#8222;plastischen Alphabet&#8220;, dessen Elemente aus jeweils zwei Formen \u2013 etwa einem Kreis in einem Quadrat \u2013 und zwei kontrastierenden Farben \u2013 etwa Rot und Gr\u00fcn \u2013 bestehen, schuf er in unendlichen Abwandlungen optisch bewegt erscheinende, als r\u00e4umliche Illusion wirkende Kompositionen. Diese seriellen Arbeiten verleugnen jede pers\u00f6nliche Handschrift und wurden konsequenterweise wie in einer Manufaktur nach Entw\u00fcrfen des Meisters hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/KLG-am-Glauberg-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-186\" srcset=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/KLG-am-Glauberg-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/KLG-am-Glauberg-300x169.jpg 300w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/KLG-am-Glauberg-768x432.jpg 768w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/KLG-am-Glauberg-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/KLG-am-Glauberg-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/KLG-am-Glauberg-1200x675.jpg 1200w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/KLG-am-Glauberg-1980x1114.jpg 1980w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Herbstexkursion der Kulturinitiative Leo Grewenig am Museum Keltenwelt am Glauberg, 20. Oktober 2018, Foto: KLG-Bergstrasse, CC by 4.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">In der etwa 40 Kilometer nord\u00f6stlich von Frankfurt gelegenen &#8222;Keltenwelt am Glauberg&#8220; setzten sich die Exkursionsteilnehmer mit&nbsp; dem Entwurf von Klaus Kada und Gerhard Wittfeld in Zusammenarbeit mit dem B\u00fcro Club L94 Landschaftsarchitekten auseinander. Direkt am Ort einer der spektakul\u00e4rsten arch\u00e4ologischen Entdeckungen der vergangenen Jahre wurde 2011 ein Museum er\u00f6ffnet, das mit einer komplett verglasten Fensterfront wie ein riesiges Fernglas auf das am Hang unterhalb liegende Freigel\u00e4nde gerichtet ist. Das Museumsgeb\u00e4ude ist durch seine geometrische Form deutlich als in Eingriff in die Umgebung kenntlich gemacht und f\u00fcgt sich durch die lebendige br\u00e4unliche F\u00e4rbung des Corten-Stahls doch harmonisch in die Natur ein, befanden die Exkursionsteilnehmer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Hier waren 1987 die Spuren einer kreisrunden Grabenanlage, Relikte eines Grabh\u00fcgels und ein weiteres Grab gefunden wurden, die sich als Teile eines wohl etwa 30 Hektar gro\u00dfen keltischen Kultplatzes entpuppten. Die bekanntesten Fundst\u00fccke sind die Reste dreier etwas \u00fcberlebensgro\u00dfer Sandsteinstatuen, von denen eine noch fast unversehrt erhalten geblieben ist, ebenso wie auch einige wertvolle Grabbeigaben, die alle im Museum aufbewahrt werden und der Bergstr\u00e4\u00dfer Gruppe in einer F\u00fchrung nahegebracht wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fahrt nach Frankfurt und zum Glauberg Die diesj\u00e4hrige Herbstexkursion war wie immer von Erich Henrich geplant worden. Dieses Mal hatte er thematisch scheinbar so weit auseinanderliegende Ziele ausgew\u00e4hlt wie die Vasarely-Retrospektive im Frankfurter St\u00e4del und das arch\u00e4ologische Museum und Forschungszentrum &#8222;Keltenwelt am Glauberg&#8220; im Wetteraukreis. 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