{"id":720,"date":"2022-02-08T10:02:46","date_gmt":"2022-02-08T10:02:46","guid":{"rendered":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?p=720"},"modified":"2022-02-08T10:02:46","modified_gmt":"2022-02-08T10:02:46","slug":"neujahrsbrief-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?p=720","title":{"rendered":"Neujahrsbrief 2022"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"p-century-gothic\">Liebe Mitglieder der Kulturinitiative Leo Grewenig e.V.,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">wir w\u00fcnschen Ihnen\/Euch im Namen des Vorstandes ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Leider sind alle unsere Hoffnungen auf Normalit\u00e4t auch im letzten Jahr nicht erf\u00fcllt worden, so dass wir auch 2021unsere kulturellen Aktivit\u00e4ten wieder einmal \u201eauf Sparflamme\u201c halten mussten. Immerhin konnten wir am 9. Oktober nach langer Pause eine Exkursion im \u201ekleinen Format\u201c durchf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Wir fuhren mit der Bahn nach Mannheim und bewegten uns dort zu Fu\u00df und per Stra\u00dfenbahn. Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zur Kunsthalle begegneten wir mit der Stra\u00dfenbahnhaltestelle am Tattersall dem ersten Denkmal aus der \u201eBauhausvergangenheit\u201c Mannheims. In einer zweist\u00fcndigen F\u00fchrung durch die Kunsthalle lernten wir den 2018 er\u00f6ffneten Hector-Bau (Planer: gmp \u2013 von Gerkan Marg und Partner) und den 1909 er\u00f6ffneten Altbau von Hermann Billing kennen. Weitere Schwerpunkte waren die durch die unterschiedlichen Direktoren gepr\u00e4gten Sammlungen, z. B. zur franz\u00f6sischen Malerei des 19. Jahrhunderts oder zur Neuen Sachlichkeit, sowie einzelne Highlights wie der \u201eSchreiende Papst\u201c von Francis Bacon oder Edouard Manets Monumentalbild der Erschie\u00dfung Kaiser Maximilians von Mexiko. Einen starken Eindruck hinterlie\u00df auch die Ausstellung mit Arbeiten von Anselm Kiefer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full p-century-gothic\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"240\" src=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/image5-rotated.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-726\" srcset=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/image5-rotated.jpeg 320w, https:\/\/klg-bergstrasse.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/image5-300x225.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><figcaption>Neuapostolische Kirche in Mannheim-Neckarstadt<br>Foto: Norbert Koller, CC BY-ND 4.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Nach der Mittagspause sahen wir uns drei zwischen 1927 und 1930 entstandene Geb\u00e4udekomplexe an, was leider nur von au\u00dfen m\u00f6glich war. Dazu geh\u00f6rten das ehemalige Palasthotel Mannheimer Hof in der Augustaanlage 4-6 (jetzt Leonardo Royal Hotel Mannheim), die Neuapostolische Kirche in der Neckarstadt (Abb. rechts) und das Fr\u00f6belseminar am Lindenhof. Diese von Eva Bambach geplante Exkursion war sehr erfolgreich und fand bei allen Teilnehmern gro\u00dfen Zuspruch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Falls es die Corona-Situation erlaubt, sollen die Exkursionen in diesem Jahr in gewohnter Weise wieder aufgenommen werden. Eine erste Exkursion im Fr\u00fchjahr (April\/Mai) k\u00f6nnte uns zur Siedlung Loheland bei Fulda f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Die Siedlung Loheland, eine Einrichtung nur f\u00fcr Frauen, wurde 1919 gegr\u00fcndet und ist landesweit vor allem durch die Loheland-Gymnastik sowie die kunstgewerblichen Produkte der Loheland-Werkst\u00e4tten bekannt geworden. Arbeiten und Leben sollten dort Hand in Hand gehen. Die Lohel\u00e4nderinnen integrierten Gymnastik, Garten- und Ackerbau, Handwerk und Kunst in ihrem Konzept. Heute ist Loheland von Geb\u00e4uden unterschiedlichster Gr\u00f6\u00dfe und Erscheinung, beschatteten Wegen und viel \u201eGr\u00fcn\u201c gepr\u00e4gt. Auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde der Siedlung befinden sich ein Waldorfkindergarten, die Rudolf-Steiner-Schule, Demeter-Landwirtschaft, eine Berufsfachschule f\u00fcr Sozialassistenz, das Archiv der Siedlung, eine Schreinerei, ein Tagungshotel mit Gartencaf\u00e9, ein Laden und Wohnh\u00e4user. Durch die Ausstellung \u201eGeste-Maske-Tanz\u201c sind gute Beziehungen zur Stiftung Loheland entstanden, so dass uns die ehemalige Leiterin des Archivs der Stiftung und profundeste Kennerin der Geschichte Lohelands, Frau Elisabeth Mollenhauer-Kl\u00fcber, eine exklusive F\u00fchrung zugesagt hat. Eine Stadtf\u00fchrung durch Fulda mit Dom und Michaelskirche, einem der bedeutendsten Bauwerke der Karolingischen Renaissance, k\u00f6nnte die Exkursion abschlie\u00dfen. Eventuell k\u00f6nnen wir noch die 1931 erbaute Hochschul- und Landesbibliothek Fulda, ein wichtiges Beispiel des Neuen Bauens, und die Kapelle des Priesterseminars besichtigen, die 1968 von Sep Ruf, dem Architekten des Kanzlerbungalows in Bonn, entworfen wurde. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Sollte eine Fahrt mit dem Bus noch nicht m\u00f6glich sein, w\u00e4re auch wieder eine kleinere Exkursion mit der Bahn nach Frankfurt\/M denkbar, die auch kurzfristig geplant werden k\u00f6nnte. Diese w\u00fcrde eine F\u00fchrung durch das EZB-Geb\u00e4ude (eventuell mit EBZ-Kunstsammlung), die Besichtigung der Gro\u00dfmarkthalle und der Riederwaldsiedlung von Ernst May, einem wichtigen Zeugnis des Neuen Bauens in Frankfurt, beinhalten. Im Dommuseum l\u00e4uft zudem vom 25.3. bis 26.6. die Sonderausstellung \u201eZur\u00fcck in die Moderne \u2013 Hans Leistikow\u201c. Der Grafiker geh\u00f6rte zum Kreis um Ernst May und Fritz Wichert, die ab 1925 die Idee eines \u201eNeuen Frankfurt\u201c entwickelten. Leistikow entwarf z. B. Typografie, Werbung, Tapeten und Farbkonzepte f\u00fcr die Geb\u00e4ude. Nach Jahren in Russland und Berlin kehrte er 1948 nach Frankfurt zur\u00fcck und begleitete den Wiederaufbau. Er entwarf unter anderem Glasfenster f\u00fcr den Dom und die Weststadtsynagoge. Auch diese Ausstellung w\u00e4re eine Option.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Im Herbst 2022 ist dann wieder einmal eine mehrt\u00e4gige Exkursion geplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Die fr\u00fcher schon angedachte Mehrtagesexkursion nach Schloss Derneburg (Hall Foundation) und Alfeld\/Leine (Fagus-Werk von W. Gropius) erscheint zur Zeit nicht sinnvoll, da zumindest in Schloss Derneburg lediglich Besichtigungen ohne Begleitprogramm und F\u00fchrungen angeboten werden. Vielleicht wird sich die Situation dort im Sommer wieder \u00e4ndern, so dass wir doch noch auf diese Idee zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Stattdessen ist eine dreit\u00e4gige Herbstexkursion nach Eichst\u00e4tt und Regensburg angedacht. Die Universit\u00e4tsbauten der Katholischen Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt bilden Glanzlichter der modernen Architektur. Die Di\u00f6zesanbaumeister Karljosef Schattner und Karl Frey schufen dort ein spannendes Miteinander von Alt und Neu und lie\u00dfen bei den Um- und Neubauten f\u00fcr die Universit\u00e4t einen modernistischen Mikrokosmos entstehen, der Eichst\u00e4tt zu einem wahren Mekka moderner Architektur macht. Gerade im Hinblick auf die st\u00e4dtebaulichen Architekturprojekte in Bensheim (z. B. Marktplatz) und Heppenheim (Kurmainzer Amtshof) ist das preisgekr\u00f6nte \u201eArchitekturensemble Eichst\u00e4tt\u201c interessant. Der Architekt Karljosef Schattner und seine Nachfolger haben hier vorgef\u00fchrt, wie \u201eNeues Bauen in alter Umgebung\u201c \u00e4sthetisch und praktisch optimal funktioniert. Komplettiert w\u00fcrde die Exkursion durch eine Stadtf\u00fchrung in Regensburg. Die bayerische Stadt Regensburg liegt an der Donau und ist f\u00fcr ihr gut erhaltenes mittelalterliches Zentrum bekannt. Eines ihrer Wahrzeichen ist die Steinerne Br\u00fccke aus dem 12. Jahrhundert, welche den Stadtteil Stadtamhof mit der Altstadt verbindet. Ein weiteres wichtiges Wahrzeichen ist der gotische Dom aus dem 13.\u00a0Jh. mit seinen Zwillingst\u00fcrmen. Am 13.\u00a0Juli 2006 wurde die Regensburger Altstadt mitsamt Stadtamthof von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Durch die Leo Grewenig-Ausstellung 2014 sind zum Di\u00f6zesanmuseum Regensburg gute Beziehungen entstanden. Eventuell kann dadurch auch ein Kontakt zur Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt hergestellt werden, so dass wir in beiden Orten eine kompetente F\u00fchrung erwarten k\u00f6nnen. Als weitere Alternative f\u00fcr eine mehrt\u00e4gige Fahrt kommt auch eine Exkursion zur \u201elegend\u00e4ren\u201c ehemaligen Hochschule f\u00fcr Gestaltung (HfG) nach Ulm in Betracht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Sie sehen also, es gibt viele Ideen. Wir hoffen, dass wir einige davon in diesem Jahr umsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Im Jahr 2023 ist dann eine Ausstellung in Kooperation von SGD und Museum Heppenheim angedacht. Im Juni 2023 wird es anl\u00e4sslich des 125. Geburtstags eine Leo Grewenig-Ausstellung geben, die das Museum Bensheim ausrichtet. \u00dcber beide Ausstellungen werden wir Sie\/Euch zu gegebener Zeit informieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Zum Schluss m\u00f6chten wir noch einmal auf die M\u00f6glichkeit hinweisen, auf unserer Homepage Texte zu den Themen <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?page_id=507\" target=\"_blank\">\u201eGeneration Grewenig\u201c<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?page_id=544\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/klg-bergstrasse.de\/?page_id=544\" target=\"_blank\">\u201eBauhaus \u2013 und weiter?\u201c<\/a> beizutragen. Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn einige unserer Mitglieder als Autoren eine K\u00fcnstlerin oder einen K\u00fcnstler vorstellen w\u00fcrden, die zur \u201eGeneration Grewenig\u201c geh\u00f6ren und im gleichen Jahr oder im gleichen Jahrzehnt wie Leo Grewenig geboren sind. H\u00f6chst willkommen sind auch Beispiele zur \u201eBauhaus Architektur\/Architektur der Moderne in der \u201eRegion Bergstra\u00dfe\u201c. Also: Werden Sie aktiv und schicken Sie bald Ihre Beitr\u00e4ge ein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Wir w\u00fcrden uns sehr freuen, Sie\/Euch auch bei den zuk\u00fcnftigen Aktivit\u00e4ten der Kulturinitiative Leo Grewenig e.V. begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen und hoffen, dass wir bald wieder damit beginnen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen \u2013 und bleiben Sie gesund!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"p-century-gothic\">Erich Henrich (1. Vorsitzender)<br>Eva Bambach-Horst (2. Vorsitzende)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Mitglieder der Kulturinitiative Leo Grewenig e.V., wir w\u00fcnschen Ihnen\/Euch im Namen des Vorstandes ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2022. 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