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Vortrag: Leo Grewenig und die Neue Gruppe Saar

Am 18. Juni 2019 um 19.00 Uhr lädt das Museum Bensheim alle Interessierten zu einem Vortrag von Prof. Dr. Meinrad Grewenig zum Thema „Leo Grewenig und die Neue Gruppe Saar – Wirklichkeit und Zeit“ in die Museumsräume ein.

Prof. Dr. Meinrad Grewenig ist Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Der Vortrag findet begleitend zur aktuellen Ausstellung „Leo Grewenig und die neue gruppe saar“ statt.

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Blaupause: Lesung mit Theresia Enzensberger

In diesem Jahr wird das Bauhaus 100 Jahre alt. In über 600 Veranstaltungen wird deutschlandweit gefeiert und der legendären Kunstschule gedacht, die als „Ort der Utopien“ nur 14 Jahre bestand, aber bis zum heutigen Tag weltweit auf dem Gebiet von Kunst, Design, Handwerk und Architektur wirkt. Aus diesem Anlass werden in Heppenheim eine Lesung und eine Ausstellung als Kooperationsprojekte mit unterschiedlichen Partnern angeboten. In Heppenheim liest Theresia Enzensberger aus ihrem Roman “Blaupause“, den sie in weiser Voraussicht auf das hundertjährige Jubiläum bereits 2017 veröffentlicht hat. Auf der Folie der Weimarer Republik mit ihren Turbulenzen, Verwerfungen, Umbrüchen und Aufbrüchen in die Moderne erzählt die Autorin- in einer Mischung aus Fiktion und Realität- die Geschichte einer jungen Frau, die 1921 an das Bauhaus kommt, um ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Luise Schilling möchte unbedingt Architektin werden, „sie will die Zukunft bauen und die Vergangenheit abreißen.“ Mit heimlich angefertigten Zeichnungen hat sie sich hinter dem Rücken der Eltern an der neuen Kunstschule in Weimar beworben. Walter Gropius, ihr Gründer und Direktor, bescheinigt Luises Zeichnungen Potential. Doch bevor sie in die Baulehre aufgenommen werden könne, müsse sie – dem ganzheitlichen Ausbildungskonzept der neuen Hochschule entsprechend – zunächst einen Vorkurs und danach eine Werkstatt absolvieren. Luises Enthusiasmus erhält erst einmal einen Dämpfer. Schon bald realisiert Luise, dass am Bauhaus trotz emanzipatorischem Anspruch alte Rollenbilder und Denkmuster gelten. Sie fühlt sich zwar als Frau begehrt, aber fachlich von ihren männlichen Kommilitonen nicht ernst genommen. Ihr verehrter Lehrer lässt ihre Abschlussarbeit bei der Präsentation am Ende des Vorkurses durchfallen, tröstet mit der Bemerkung, die meisten Frauen hätten Defizite im dreidimensionalen Sehen und rät zur Textilwerkstatt, wo sie doch wegen der Baulehre in die Tischlerei muss. Luise gewinnt den Eindruck, dass Frauen in die Weberei gedrängt werden, dass die Architektur bzw. die Baulehre die Domäne der Männer bleiben soll. 1923 endet ihr Studium abrupt durch eine Intervention des Vaters, der sie zum Besuch einer Haushaltsschule nach Berlin beordert. 1926 kehrt sie ans Bauhaus zurück. Inzwischen ist es nach Dessau verlegt. Luises Lage ist jetzt eine andere, sie wird nicht mehr von den Eltern finanziert, doch ihr Ehrgeiz ist ungebrochen. 1927 wird sie endlich in die Baulehre aufgenommen. Kann sie jetzt unter verschärften Bedingungen ihr ambitioniertes Ziel, das Architekturdiplom, erreichen, um dann endlich Häuser bauen zu können? Vor oder nach der Lesung haben Sie die Möglichkeit, die Ausstellung“ Die Ästhetik des Einfachen“ im Museum Heppenheim neben dem Marstall zu besuchen. Diese Ausstellung rückt die Frage der formalen Reduzierung und die gestalterische Suche nach dem Elementaren und Funktionalem im Design in den Fokus. Ausgewählte Objekte aus der Umgebung des Bauhauses und der Hochschule für Gestaltung in Ulm und aktuelle Produkte von fünf regionalen Gestaltern aus dem südhessischen Raum werden gezeigt. Lesung und Ausstellung sind ein Kooperationsprojekt von Forum Kultur Heppenheim, der Kulturinitiative Leo Grewenig und dem Museum Heppenheim. Termin:  28. Mai 2019, 20.00 Uhr (Das Museum wird 1 Stunde vor der Lesung geöffnet)

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Werkverzeichnis Leo Grewenig

Die Kulturinitiative Leo Grewenig e. V. freut sich, Sie am 18.03.2012 um 11:00 Uhr zur Vorstellung des neu erschienenen Werkverzeichnisses “Leo Grewenig, Malerei, 1922 – 1986” ins Museum Bensheim, Marktplatz 13 einladen zu dürfen. Der Herausgeber Professor Jo Enzweiler vom Institut für aktuelle Kunst im Saarland wird die einführenden Worte zur Entstehung des Buches sprechen. Erich Henrich, 1. Vorsitzender der KLG spricht folgend kurz über die Arbeitsweise Leo Grewenigs. Das Museum Bensheim und die KLG laden Sie im Anschluss herzlich zum Sektumtrunk ein. Der Eintritt ist frei. Das Werkverzeichnis ist für den Preis von 40,00 €, für KLG Mitglieder für nur 25,00 € bei der Vorstellung am 18.03.2012 erhältlich.

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Vortrag: Bauhaus Dessau

Am 18.01.2012 um 19.30 Uhr lädt die Kulturinitiative Leo Grewenig e.V. alle Interessierten zum ersten Vortrag im neuen Jahr in den Kurzmainzer Amtshof/ Marstall in Heppenheim ein. Wir freuen uns sehr, dass der Leiter der Sammlungen der Stiftung Bauhaus Dessau Herr Wolfgang Thöner über “Das Bauhaus 1919–1933 und die Stiftung Bauhaus Dessau – Erbe und Aktualisierung der Moderne” referieren wird. Im Anschluss laden wir zu einer Diskussionsrunde ein. Der Vortrag findet begleitend zur aktuellen Ausstellung “Leo Grewenig” im Museum Heppenheim statt; diese ist am Abend des Vortrages bereits ab 18.30 Uhr geöffnet.

Das Bauhaus Dessau war eine kreative, experimentell und interdisziplinär arbeitende Schule, die für die industriell geprägte Moderne neue, zeitgemäße Impulse und Antworten in Architektur, Design und Kunst suchte. Die heutige Stiftung Bauhaus Dessau widmet sich der Auseinandersetzung mit dem Erbe des historischen Bauhauses und der Arbeit zu gegenwärtigen Problemen.

Der Vortrag stellt die wichtigsten Etappen der Bauhausgeschichte vor und erörtert vor diesem Hintergrund an ausgewählten Architektur-, Design- und Kunstprojekten die bei allen Gemeinsamkeiten doch erheblichen Unterschiede in den Konzepten der drei Direktoren Walter Gropius (1919-1928), Hannes Meyer (1928-1930) und Ludwig Mies van der Rohe (1930-1933). Die Spannungen und der Streit dieser „verschieden gerichteten Kräfte“, die schon 1922 Paul Klee am Bauhaus wirken sah, bestimmte und bestimmt die Bauhaus-Rezeption bis in unsere Tage.

Auch die Stiftung Bauhaus Dessau positioniert sich in ihrem Bezug auf das Bauhauserbe bei ihren Projekten einer zeitgemäßen Aktualisierung der Moderne. In diesem Spannungsfeld von Bewahrung und Aktualisierung stehen die aktuellen Projekte der Bereiche Werkstatt, Akademie und Sammlung, von denen einige vorgestellt werden.

Herr Thöner studierte Kunsterziehung und Germanistik an der Humboldt-Universität Berlin und ist seit 1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Stiftung Bauhaus Dessau. Seine Schwerpunkte liegen in der Bauhausgeschichte 1919-1933, Bauhausrezeption und Kultur der Moderne. Gegenwärtig leitet er ein Forschungsprojekt zum Thema Funktionalismus.

Weitere Informationen zu Wolfgang Thöner finden Sie unter Bauhaus Dessau.