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Design und Gartenkunst in Kaiserslautern

Mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter auch ein Kind, nahmen an der Herbstexkursion 2026 der Kulturinitiative Leo Grewenig (KLG) nach Kaiserslautern teil. Auf dem Programm stand das Werk der Designerin und Architektin Eileen Gray, das bis zum 8. November im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern gezeigt wurde – als dritter Teil der Ausstellungsreihe „Golden Girls“, die dem außergewöhnlichen Schaffen von Frauen der angewandten Kunst gewidmet ist.

24.10.2026

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Der Besuch der Ausstellung bot nicht nur Gelegenheit, die Originale der berühmten Objekte zu sehen, sondern auch die Möglichkeit, die Möbelstücke, die bis heute hergestellt werden, selbst auszuprobieren. So erwies sich der Sessel „Bibendum“ als ausgesprochen bequem und der „Adjustable Table E.027“ wurde seinem Namen gerecht, indem man ihn mehrfach verstellen konnte. Viel Freude hatten die Museumsgäste auch mit den Kommoden der Designerin, deren „Schubladen“ nicht ausziehbar, sondern um eine Achse schwenkbar sind.

Begeisterung rief die Gestaltung der Ausstellungsräume durch die Regisseurin und Bühnenbildnerin Anna Viebrock hervor. Sie brachte 2012 Grays Haus E.1027 als eine Verschränkung von Raum und Erzählung auf die Bühne und entwickelte für die Ausstellung eine räumliche Vision, die dieses einzigartige Haus atmosphärisch erfahrbar machte.

Ein besonderer Glücksfall war die von Erich Henrich, dem ersten Vorsitzenden der KLG, organisierte Führung durch die Kuratorin Svenja Kriebel. Aus erster Hand erfuhren die Exkursionsteilnehmenden nicht nur viel über Eileen Gray, sondern auch über Hintergründe der Ausstellungsplanung.

Als Zweites stand der Japanische Garten Kaiserslautern auf der Agenda. Der Garten ist einer der größten japanischen Gärten in Europa. Er wurde im Jahr 2000 eröffnet und integriert den über 100 Jahre alten Baumbestand eines ursprünglich von Heinrich Siesmayer angelegten Landschaftsparks. Die Idee zum Garten entstand 1993 bei einem Besuch einer Delegation aus Kaiserslautern in der Tokioter Partnerstadt Bunkyō. 1997 gründete sich der Verein Japanischer Garten Kaiserslautern e. V., um mit Unterstützung der Stadt einen authentischen Garten zu errichten.

Auch hier hatte die Gruppe das Privileg einer besonders sachkundigen Führung durch den langjährigen Mitarbeiter der städtischen Grünflächenplanung und Gründungsvorstand des Vereins. Er machte auf die auch in Kaiserslautern umgesetzten Elemente der klassischen Gartentypen – Teichgarten, Betrachtungs- bzw. Trockenlandschaftsgarten sowie Teegarten – aufmerksam. Eine besondere Rolle spielt das Wasser: Es plätschert aus Felsspalten, fließt über Kaskaden oder spiegelt die Umgebung auf ruhigen Wasserflächen.

Höhepunkt des Gartenrundgangs war der Besuch des historischen, um 1900 in Tokio erbauten Teehauses: Es wurde dort in den 1980er-Jahren abgebaut und in allen Originalteilen nach Deutschland gebracht. Nachdem es zunächst von einer Kampfsportschule genutzt worden war, lagerten die Bauteile mehrere Jahre lang in einer Scheune in Michelstadt im Odenwald, bis das Teehaus 2003 für den Japanischen Garten Kaiserslautern erworben wurde.

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Einladung zur Herbstexkurion 2026 nach Kaiserslautern am 24. Oktober

Eileen Gray im Museum Pfalzgalerie & Japanischer Garten

Im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) ist bis zum 9.11.2026 die Ausstellung „Golden Girls“ mit Werken der irischen Designerin und Architektin Eileen Gray (1878–1976) zu sehen. Im Mittelpunkt stehen ihre modernen Möbelklassiker und ihr legendäres Haus E.1027 an der französischen Riviera. Eine eigens vom Fachbereich Architektur der RPTU konzipierte Ausstellungsarchitektur sowie eine begehbare Installation der Bühnenbildnerin Anna Viebrock machen Grays Raumkonzepte unmittelbar erfahrbar. Die einstündige Führung findet in zwei Gruppen statt; jeweils eine halbe Stunde übernimmt die Kuratorin Dr. Svenja Kriebel.

Anschließend besuchen wir den Japanischen Garten Kaiserslautern, einen der größten japanischen Gärten Europas. Bei zwei parallelen Führungen erkunden wir die kunstvoll gestaltete Gartenlandschaft mit Teich-, Trocken- und Teegarten, Wasserfall und historischen Wegen. Auch das original japanische Tee- und Gästehaus von um 1900 kann besichtigt werden.

Zur Vorbereitung empfehlen sich der Spielfilm über Eileen Gray und Le Corbusier sowie der Roman „Das Haus am Meeresufer“ von Joséphine Nicolas.

Anmeldungen schriftlich oder per E-Mail bis zum 10.9.2026. Die Teilnahme erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen, wobei bis zum 6.9.2026 zunächst die Vereinsmitglieder berücksichtigt werden.

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Exkursion ins Badische: Schmuck, Architektur, Bildhauerei und Malerei

Die Frühjahrsexkursion 2026 führte 39 Teilnehmende nach Pforzheim, Ettlingen und in ein Dorf bei Rastatt. Leider hatten wegen begrenzter Führungskapazitäten nicht alle Anmeldungen berücksichtig werden können.

Im Pforzheim begeisterte fast mehr als der Schmuck die luftige, modulare Architektur des Architekten Manfred Lehmbruck, Sohn des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck. Ein zentrales Foyer mit freischwingender Treppe verbindet die einzelnen quaderförmigen Bauteile, die aus jeweils unterschiedlichen Materialien bestehen. Das Reuchlinhaus wurde 1961 als Kuklutrzentrum eröffnet – der Name ehrt den berühmtesten Sohn der Stadt, den Humanisten Johannes Reuchlin (1455 bis 1522) für den auf dem Rasen vor dem Museum ein Denkmal des Bildhauers Matthias Dämpfle ein Denkmal errichtet wurde. Neben dem Schmuckmuseum ist auch der Kunstverein im Reuchlinhaus untergebracht.

Kurz, aber umso eindrucksvoller war der Besuch im Atelier des verstorbenen Künstlers Werner Pokorny, dem unser Verein im vergangenen Jahr eine Ausstellung gewidmet hatte. Die Werkstatt befindet sich auf der Wilhelmshöhe oberhalb von Ettlingen, wo ein 1898 erbautes Kurhotel in den frühen 1980er Jahren für eine Ateliergemeinschaft von Künstlern und zum kulturellen Zentrum umgebaut wurde. Die Witwe des Künstlers wohnt dort noch heute und führte unsere Gruppe gemeinsam mit dem Vorstand des Kunstvereins Wilhelmshöhe Ettlingen
Werner Meyer in die Arbeitsweise ihres Mannes ein.

Letzte und für viele Teilnehmende eindrucksvollste Station war das Haus Kiefer in Rastatt-Ottersdorf. Wir wurden in drei Kleingruppen durch die vom Künstler selbst kuratierte Ausstellung zum Thema „Aquarelle und Bücher“ geführt. Anselm Kiefer – dessen Vater Lehrer in Ottersdorf war – lebte in diesem Haus mit seinen Eltern, Geschwistern und einer weiteren Lehrerfamilie von 1951 bis 1957. 2019 erwarb Kiefer sein Ottersdorfer Elternhaus, um es zu restaurieren. Seit Frühjahr 2025 werden im Haus Kiefer Ausstellungen gezeigt.

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Anmeldung zur Frühjahrsexkursion 2026

Armreif, Peter Chang, Glasgow, 1998
Foto Rüdiger Flöter, © Schmuckmuseum Pforzheim, CC-BY-SA-3.0; CC-BY-SA-3.0-DE

Viel zu sehen und zu erleben gibt es wieder bei der nächsten Tagesexkursion unseres Vereins. Am 18. April geht es nach Pforzheim, Ettlingen und Rastatt. Erster Programmpunkt ist das Schmuckmuseum Pforzheim, das nicht nur mit einer einzigartigen Sammlung historischer und moderener Schmuckstücke aufwartet, sondern auch mit einer bemerkenswerten Architektur: Das Museum wurde 1961 nach Entwürfen des Architekten Manfred Lehmbruck (1913-1992) erbaut. Der Sohn des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck schuf damit eines der wichtigsten Beispiele der deutschen Nachkriegsmoderne in der Nachfolge der Bauhaus-Architektur.

Auf der Wilhelmshöhe oberhalb von Ettlingen besuchen wir im Anschluss Wohnung, Werkstatt und Lager des Künstlers Werner Pokorny (1949-2022), dessen Cortenstahl-Skulpturen im Frühjahr 2025 in einer Kooperationsausstellung zwischen KLG und Museum Heppenheim im Sonderausstellungsraum des Kurmainzer Amtshofs zu sehen waren.

Am Nachmittag besuchen wir das Museum „Haus Kiefer“ in
Rastatt-Ottersdorf – das Werk von Anselm Kiefer ist hier im Zusammenhang mit seiner Biographie „hautnah“ zu erleben.

Anmeldungen schriftlich oder per e-mail bis zum 1.3.2026. Die Teilnahme erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen, wobei bis zum 22.2.2026 zunächst die Vereinsmitglieder berücksichtigt werden.

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Hochkarätige Architektur und zwei bedeutende Kunstsammlungen in Schweinfurt

Die diesjährige Herbstexkursion führte 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kulturinitiative Leo Grewenig (KLG) Ende November nach Schweinfurt, wo der Besuch von zwei hochkarätigen Bauten und zwei außergewöhnlichen Kunstsammlungen auf dem Programm stand.

Die erste Station bildete am Vormittag das Museum Georg Schäfer, das eine der bedeutendsten Sammlungen der Malerei des 19.Jahrhunderts beherbergt, die von dem Schweinfurter Großindustriellen Georg Schäfer ab den 1950er Jahren angelegt wurde. Neben den wichtigsten Strömungen der Kunst des 19. Jahrhunderts enthält sie das weltweit größte Konvolut an Bildern des Biedermeier-Malers Karl Spitzweg.

Schon 1964 hatte der Bauhaus-Architekt Ludwig Mies van der Rohe einen Entwurf für einen Museumsneubau vorgelegt, der aber in Schweinfurt nicht verwirklicht wurde, weil der Stadtrat die Unterhaltskosten für das Museum nicht übernehmen wollte. Der Entwurf von Mies van der Rohe sah einen quadratischen Stahl- und Glas-Pavillon vor, welcher kurze Zeit später der Konzeption der Neuen Nationalgalerie in Berlin als Vorbild diente.

Erst im Jahr 2000 realisierte der Berliner Architekt Volker Staab den heute bestehenden Museumsbau. Er gehört zu den wichtigsten Ausstellungsbauten der Gegenwart. Im Jahr 2008 wurde er vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main zu den 24 besten Bauwerken Deutschlands gekürt und 2011 von der Zeitschrift Merian in die Liste der zweihundert Höhepunkte deutscher Kulturreisziele aufgenommen.

Volker Staab setzte mit dem Ensemble einen starken städtebaulichen Akzent. Die Treppenhalle, nach dem Vorbild der Alten Pinakothek in München gestaltet, schließt zwei Loggien am Nord- und Südeingang zu einer öffentlich begehbaren Achse zusammen und ist Teil einer Platz-, Freitreppen- und Hofabfolge, welche die Altstadt mit der Mainbrücke verbindet. Dem Architekten ist es hier gelungen, „Tradition und Moderne auf das Vortrefflichste zu vereinen“, wie es in der Begründung des Deutschen Architekturmuseums heißt.

In zwei exzellenten Führungen erhielten die Teilnehmer der Fahrt sowohl einen intensiven Einblick in die Architektur des Hauses als auch in die ständige Sammlung. Wegen der hohen Qualität und der Fülle der Kunstwerke konnte die aktuelle Sonderausstellung „Meisterwerke deutscher Zeichenkunst im 19.Jahrhundert“ leider nur gestreift werden.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen bildete die Kunsthalle Schweinfurt die zweite Station der Fahrt.

Entstanden ist die Kunsthalle Schweinfurt im Jahr 2009 durch den Umbau eines ehemaligen Schwimmbads, das der Industrielle Ernst Sachs der Stadt Schweinfurt im Jahr 1927 gestiftet hatte. Der schlichte, im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtete Bau, erinnert an eine Klosteranlage mit Kreuzgang, Kirchenschiff und Refektorium. 1944 wurde das Bad durch Luftangriffe schwer beschädigt, so dass es zeitweise geschlossen werden musste.

Der Umbau vom Bad zur Kunsthalle erfolgte 2006-2007. Heute beherbergt die Kunsthalle eine Dauerpräsentation von Werken zur Kunst nach 1945, die in ihrer Qualität und Vielfalt fast einzigartig in Deutschland ist. Wechselausstellungen ergänzen die ständige Sammlung.

Auch in der Kunsthalle Schweinfurt gewannen die Exkursionsteilnehmer in zwei parallelen Führungen interessante und vielfältige Einblicke sowohl in die Architektur als auch in die aktuelle Ausstellung der Künstler Herbert Zangs (1924-2003) und Hubert Berke (1908-1979), die beide in der informellen Kunst der 50er und 60er Jahre eine wichtige Rolle spielten. Herbert Zangs, der 1978 auf der Documenta 6 vertreten war, gilt mit seinen „Verweißungen“ von Fundstücken und Dingen des Alltags als Pionier der Monochromie. Hubert Berke, einer der letzten Schüler von Paul Klee an der Düsseldorfer Kunstakademie, verfeinerte vor allem die Technik der Monotypie und changierte erfinderisch zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Besonders interessant für die Besucher aus Bensheim war der Hinweis einer Führerin, dass sich auch ein Bild von Leo Grewenig in der Sammlung der Kunsthalle Schweinfurt befindet, das aber leider nicht ausgestellt ist.

Obwohl ein Teil der Dauerpräsentation wegen eines Ausstellungsumbaus nicht gezeigt werden konnte, waren die Teilnehmer der Exkursion einhellig der Meinung, dass sich die etwas längere Busfahrt nach Schweinfurt auf jeden Fall gelohnt hat und dass sie bleibende Eindrücke mit nach Hause genommen haben.

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Ausstellungen Schwarzes Brett

Leo Grewenig im Bauhaus Dessau

Zwei Gemälde aus dem Jahr 1960 und zwei Objekte aus der Studienzeit Leo Grewenigs werden demnächst in einer Ausstellung im Bauhaus Dessau gezeigt.

Große Deckeldose, 1924/1925 © (Grewenig, Leo) Hölscher-Grewenig, Waltrud / Foto: Binsack, Gunter, 2023

Unter dem Titel „Bakelit-Glasur-Farbe – Geschenke an das Bauhaus Museum“ werden ab dem 5. Dezember 2025 und noch das ganze Jahr 2026 über (bis Ende Januar 2027!) Es werden ausgewählte Stücke gezeigt, die die Stiftung seit der Eröffnung des Museums 2019 erhielt. Das ist eine gute Gelegenheit, Leo Grewenig im Zusammenhang mit anderen Schülern des Bauhauses kennenzulernen. Insbesondere die Objekte aus der Studienzeit dürften nur wenigen bekannt sein!

Pentagonale Schachtel mit Deckel, 1924/25 © (Grewenig, Leo) Hölscher-Grewenig, Waltrud / Foto: Binsack, Gunter, 2023
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Exkursionen Schwarzes Brett

Exkursion nach Schweinfurt

am 22. November

Ab sofort läuft die Anmeldefrist für unsere Herbstexkursion, bei der wir zwei Beispiele herausragender Museumsarchitektur und die darin beherbergten Sammlungen kennenlernen.

Das Museum Georg Schäfer gehört zu den wichtigsten Museumsneubauten der Gegenwart und wurde 2011 in die Liste der 200 Höhepunkte deutscher Kultur-Reiseziele aufgenommen. Es ist ein Hauptwerk des Berliner Architekten Volker Staab. 2008 wurde das Ensemble vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main zu den 24 besten Bauwerken Deutschlands gekürt. Spezialisiert auf die Malerei des 19. Jahrhunderts beherbergt es die größte Spitzweg-Sammlung der Welt und die bedeutende Privatsammlung des Schweinfurter Industriellen Dr. Georg Schäfer. Die Präsentation ermöglicht eine neue Sicht auf das 19. Jahrhundert und dessen Wegweiser-Funktion für die Kunst wie auch für die gesellschaftlichen Themen unserer Zeit. Die Abfolge der Themenkreise wird durch einige Hauptwerke der Künstlergruppe ZERO der 1960- 80er Jahre unterbrochen, die an den im Jahr 2019 verstorbenen Großneffen Georg Schäfers, den ZERO-Sammler Dr. Hans Burchard von Harling, erinnert.

Museum Georg Schäfer, Foto: Tilman2007 via Wikimedia cc by-sa 3.0

Ein weiterer Höhepunkt der Fahrt wird der Besuch der Schweinfurter Kunsthalle in einem im Jahre 1927 im Stil der Neuen Sachlichkeit erbauten Hallenschwimmbad sein, das im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und 2006/07 zur Kunsthalle umgebaut wurde. Dabei blieb das äußere Gebäude unverändert. Kernstück der Kunsthalle ist die einstige Schwimmhalle im Erdgeschoss mit einer Raumhöhe von rund 11 Metern. In der Kunsthalle ist im November eine Ausstellung mit Werken von Herbert Zangs (1924-2003) und Hubert Berke (1908-1979) zu sehen, beides namhafte Vertreter der gegenstandslosen Kunst.

Kunsthalle Schweinfurt, Foto: SimonCiminski via Wikimedia cc by-sa 3.0

In jeweils zwei parallelen Führungen erhalten die Exkursionsteilnehmer sowohl einen Einblick in die Architektur als auch in die Dauerpräsentationen und die aktuellen Ausstellungen.

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Exkursion nach Bad Münster am Stein und Museum Ernst

Bei bestem Exkursionswetter erlebten 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Samstag, 17. Mai, eine ästhetisch beeindruckende Exkursion, die die Schwerpunkte moderne Architektur und Malerei des 20. Jahrhunderts vereinte.

Mit Tadao Andō (geb. 1941) und Fumihiko Maki (1928-2024) prägen zwei japanische Architekten die Museumslandschaft in Deutschland, die jeweils nur wenige Bauten in Europa errichtet haben.

Zwei Gebäude von Tadao Andō konnten Exkursionsteilnehmer der KLG in der Vergangenheit bereits kennenlernen – das Gebäude für die Langen-Foundation Hombroich (erbaut 2004) und das Konferenzgebäude auf dem Vitra-Gelände in Weil am Rhein (fertiggestellt 1993). Nun kam mit dem Steinskulpturenmuseum der Fondation Kubach-Wilmsen in Bad Münster am Stein (2010) das wohl kleinste Museumsgebäude hinzu, das aber zu den Lieblingsobjekten des Architekten zählt und auch in der jüngsten Monographie über sein Werk prominent vertreten ist, wie bei der Führung durch die Tochter und den Schwiegersohn des Steinbildhauerpaares Kubach-Wilmsen zu erfahren war.

Die beiden stellten der Gruppe die konsequent minimalistische Architektur vor und führten auch in das Werk der Bildhauer ein, das beide in gemeinsamer Arbeit mit eigenen Werken fortsetzen. Die Führung galt auch der aktuellen Sonderausstellung im Museum mit 15 Arbeiten zeitgenössischer Steinbildhauerinnen und -bildhauer.

Eine Besonderheit bei diesem kleinen Museumsbau ist die Verwendung des Fachwerks einer alten Scheune, die der Architekt in seine strenge Architektur aus gleichförmigen Sichtbetonplatten integrierte. Dennoch blieben wesentliche Merkmale seiner Werke auch hier erhalten, wie die indirekte Wegführung ins Innere, die Öffnung weniger großer Fenster und Durchblicke und die bewusste Anbindung an die Umgebung, die für eine meditative Ruhe in seinen Gebäuden sorgen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen fuhr die Gruppe mit dem Bus weiter nach Wiesbaden in das oft liebevoll „Zuckerwürfel“ genannte Museum der Reinhard & Sonja Ernst Stiftung, dessen Fertigstellung, nicht aber Einweihung der Architekt noch kurz vor seinem Tod erleben konnte.

Fumihiko Maki war ein langjähriger Freund des Sammlers Reinhard Ernst. Die Gebäude des Japaners stehen auf der ganzen Welt, beispielsweise das Four World Trade Center in New York. Für die Sammlung mit Schwerpunkten auf der abstrakten europäischen Nachkriegskunst, der abstrakten japanischen Kunst und des amerikanischen Abstrakten Expressionismus schuf Maki ein Gebäude mit einer Raumhöhe von bis zu 14 Metern, das den Kunstwerken viel Luft und Raum lässt. Mit Sorgfalt verwendet die Architektur einen speziellen weißen Granit aus den USA, der an den Ecken aus dem Vollen gefräst ist, um Kantenfugen zu vermeiden. Das Material wird sichtbar vom Außenbau in den Innebau hinein geführt.

Bei der aktuellen Sonderausstellung lernten die Teilnehmenden der Exkursion das Werk von Helen Frankenthaler (1928-2011) kennen. Als Pionierin des Abstrakten Expressionismus führte sie neue künstlerische Ansätze ein, die von den männlichen Kollegen aufgegriffen wurden. So schüttete sie verdünnte Farbe auf ungrundierte, lose Leinwand, die auf dem Boden lag, und entwickelte damit die sogenannte Soak-Stain-Technik. Die Sammlung Ernst umfasst 50 Arbeiten der Künstlerin, die die besondere Wertschätzung des Sammlers für Helen Frankenthaler kennzeichnen.

Hier waren Mitglieder des Vorstands gemeinsam kreativ: Klaus Bischoff und die Ehepaare Hölscher und Schroth machten von der Möglichleit im Museumsfoyer Gebrauch, digitale Kunstwerke zu erschaffen.
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Ausstellungen Schwarzes Brett

Eröffnet: Ausstellung Werner Pokorny

Mit vielen kunstinteressierten Gästen wurde gestern die Ausstellung mit Metallarbeiten von Werner Pokorny im Museum Heppenheim eröffnet. Ein Vortrag von Erich Henrich führte in das Werk des 2022 gestorbenen Künstlers ein. Hinweise zur Biografie des nach dem Abitur am Starkenburggymnasium unter anderem als Professor an der Kunstakademie Stuttgart Lehrenden, ergänzte der Redner mit einer ausführlichen Darstellung des künstlerischen Werdegangs Pokornys – von der Konstruktion mit organischem Material wie Holz hin zu den Metallarbeiten, namentlich den nun noch bis zum 8. Juni in Heppenheim ausgestellten Objekten aus Corten-Stahl, die sich mit der archaischen Form des Hauses auseinandersetzen.

Museumsleiterin Luisa Wipplinger dankte Erich Henrich für seine Initiative, Pokornys Werke nach Heppenheim zu holen, und der Kulturinitiative Leo Grewenig für die Unterstützung. Für die musikalische Umrahmung sorgten Rainer Michels (Saxofone) und Hans-Jürgen Boysen-Stern (Gitarre).

In der bewusst rein auf die Wahrnehmung der Objekte konzentrierten Präsentation hatten die Gäste der Vernissage Gelegenheit, sowohl die vielen Variationsmöglichkeiten der einfachen Form des Hauses nachzuvollziehen, wie auch die bei aller Beschränkung in den einzelnen Werken zur Wirkung kommende beeindruckende Dynamik und Ausdruckskraft von Winkel und Kreisform zu erleben.

Die Ausstellung „Werner Pokorny – Skulpturen“ läuft bis zum 8. Juni, geöffnet mittwochs, donnerstags und samstags sowie sonn- und feiertags jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Führungen werden am Ostermontag (21. April) und am Sonntag, 18. Mail angeboten, jeweils um 15 Uhr.

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Ausstellungen Schwarzes Brett

Neue Ausstellung!

Werner Pokorny in Heppenheim

Unser Verein freut sich, Sie zu einer neuen, inspirierenden und schönen Ausstellung einladen zu können!